Do

31

Okt

2013

#11

Alles hat ein Ende ... leider auch unser "Radreisli". Hier der letzte Bericht "Grosses Finale ... pünktlich zur Rush Hour in Hong Kong".

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Di

08

Okt

2013

#10

Und endlich gibt's wieder was auf die Augen: "Goldener Herbst ... mit kleineren Turbulenzen" ist voraussichtlich unser zweitletzter Bericht. Ja, Hong Kong und damit das Ende unseres Radabenteuers rückt unaufhaltsam näher. Wir geben weiterhin Vollgas!

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Di

17

Sep

2013

#9

Für einmal lassen wir Dich nicht all zu lange zappeln! Hier bereits der nächste Reisebericht von den glücklichen China-Stramplern: "Buntes Osttibet ... wird umgekrempelt." 

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Mitnahme des Fahrrads im Flugzeug

Eine uns oft gestellte Frage ist, wie wir denn das mit unseren Fahrrädern und der Fliegerei machen. Nun, mittlerweile haben wir mit sieben verschiedenen Airlines (Qatar Airways, Air Croatia, Emirates, Bangkok Airways, Air China, TAP und American Airlines) und beim Check-In auf neun verschiedenen Flughäfen (Zürich, Dubai, Kathmandu, Peking, Luang Prabang, Bangkok, Lissabon, New York, San Diego) unsere Erfahrungen machen dürfen ... und die waren grösstenteils positiv. Wir erlebten das Fliegen mit Velo als problemlos, wenn selbstverständlich auch als leicht komplizierter, als wenn man nur einen Koffer innerhalb der Freigepäckgrenze eincheckt. Unseres Erachtens gilt es folgendes zu beachten:

 

Vor dem Flug

Ein erfolgreicher Bike-Transport hängt primär von der Auswahl der "richtigen" Airline ab! Die Gebühren für die Mitnahme des Fahrrades variieren nämlich sehr stark: So kostet es bei der Swiss oder Lufthansa beispielsweise bei Überseereisen generell immer CHF 220 pro Velo und Weg; bei American Airlines USD 150; bei Emirates oder Qatar Airways NICHTS, solange man innerhalb der 30 bzw. 40 (!) kg Gepäckfreigrenze bleibt. Folglich sollten vor dem Flug die Gepäckbestimmungen genau studiert werden. Zudem empfiehlt es sich vor der definitiven Flugbuchung, bei der Airline zuerst via Mail abzuklären, ob auf dem gewünschten Flug die Kapazität für die Mitnahme der Fahrräder überhaupt gegeben ist. Nach der Flugbuchung nochmals schriftlich Kontakt aufnehmen und das Velo definitiv anmelden. Die Bestätigung des Velotransportes (und der damit verbundenen Kosten) am besten ausdrucken und an den Flughafen mitbringen, so beugt man bösen / teuren Überraschungen vor.

 

Das richtige Verpacken

Über die Jahre haben wir uns eine raffinierte Fahrrad-Verpackungsmethode zugelegt. Doch bei unserer letzten Reise 2012 nach Amerika, akzeptierte Swissport unser "Kunstwerk" auf einmal nicht mehr und sie weigerten sich, das bereits eingecheckte (!?!) Fahrrad beim Übergepäckschalter entgegen zu nehmen. Der Flughafen Zürich akzeptiert Fahrräder nur noch in einem Hartschalenkoffer oder in einer Kartonbox verpackt - ungeachtet der Gepäckbestimmungen der jeweiligen Airline. Folglich gibt's also zwei Möglichkeiten:

 

1. Karton vorgängig bei Velogeschäft (i. d. R. kostenlos) erfragen oder

2. Kauf eines Velokartons am Zürich Flughafen beim Check-In 2 (Bagsafe System GmbH) für CHF 25.

 

Bevor man sein Velo in den Karton stellt, muss an folgendes gedacht werden:

 

- Abnahme des Vorderrades, der Pedalen und (meistens auch) des Lenkers

- Abschrauben des Wechslers, so dass dieser frei an der Kette "baumelt"

- Exponierte Auflagestelle mit Bubblewrap polstern (Vorbau, V.r.-Gabelende,
  Auflagestellen bei der Hinterachse und in der Nähe des Wechslers)

 

Falls wir unseren Rückflug in einem etwas weniger gut entwickelten Land antreten und dort keinen Fahrradkarton finden, verpacken wir das Velo kurzerhand in einen durchsichtigen Plastik (Abnahme Vorderrad, Pedalen, Lenker und Polstern der exponierten Stellen, sowie Wegschrauben des Wechslers selbstverständlich dennoch vornehmen). Derart gut verpackt wurden unser Bikes bis jetzt immer (mit Ausnahme von Zürich!) problemlos transportiert. Aus folgenden Gründen ziehen wir diese Verpackungsmethode einem Karton eigentlich vor:

 

- Jeder (nicht sehbehinderte) Flughafenangestellte erkennt auf den ersten Blick,
  dass er ein Velo in Händen hält und lässt die nötige Sorgfalt walten.

- Ein Karton kann problemlos gestapelt und mit Koffern zugepackt werden. Bei
  den unförmig in Plastik eingewickelten Rädern ist dies bedeutend schwieriger
  und instabiler, womit die kostbare Fracht eher hingestellt wird oder oben auf
  einem Kofferberg landet.

- Gewichtseinsparung, da Plastik bedeutend leichter als eine Kartonschachtel ist.

- Die so verpackten Räder sind weniger sperrig und brauchen weniger Platz im
  Flugzeug. In dem "klitzekleinen" Flugzeug (Hüpferli) ab Luang Prabang nach
  Bangkok hätten zwei Fahrradkartons eher keinen Platz gefunden. 

 

Die einzelnen Ortlieb-Sacochen "verpacken" wir jeweils in Billig-Plastikreisetaschen (meist weiss-blau-rot-grün gestreift und IMMER mit Schrott-Reissverschluss), die man in China-, Türken-, Afrika-Shops oder evtl. im Otto's Warenposten erhält. Die haben kaum Gewicht und man macht aus vier Gepäckstücken eines. :-) Wir zahlten auch schon mal nur für ein Fahrrad die Extragebühr, da für zwei Personen zwei Gepäckstücke erlaubt waren und somit nur das eine Velo als Extragepäck behandelt wurde (Portuguese Airline).

 

Am Flughafen

Regel Nr. 1:

Frühzeitig am Flughafen eintrudeln - der Check-In kann durchaus auch mal länger dauern. Beispielsweise aufgrund der Suche nach dem richtigen Ort zum einchecken. So standen wir in Portugal bspw. 30 Minuten am Check-In Schalter an, um dann zu erfahren, dass wir an einen speziellen Schalter müssen, wo eine genügend grosse Waage für unsere Fahrräder bereitstand. Nachdem dortigen einchecken, mussten wir nochmals an einem Schalter anstehen, um EUR 35 für das Übergewicht zu bezahlen, um schliesslich unsere Fracht endlich am "Oversize drop off Schalter" abladen zu dürfen. Mit dieser Rumrennerei waren zwei Stunden im Nu rum ...

 

Regel Nr. 2:

Geduld wahren, immer Lächeln, ruhig und "auf freundliche Weise hartnäckig bleiben" ... und im Notfall einfach nichts verstehen oder stehen bleiben und sich etwas schwer von Begriff geben. :-) Wenn die Gebühren plötzlich viel höher sind, als im Vorfeld abgeklärt, ist das Vorlegen eines Nachweises (Mailbestätigung) hilfreich. Oder wenn die Mitnahme auf einmal doch nicht mehr funktionieren sollte ...

 

Am Zielflughafen

Negativ rekordverdächtig war der Flughafen Bangkok, wo wir geschlagene zwei Stunden auf die Auslieferung unserer Fahrräder warten mussten ...  Wirklich punkten konnte hingegen der Flughafen Xining, China, wo die Fahrräder vor uns am "Baggage Claim" auf uns warteten - nicht, dass wir getrödelt hätten: 10 Minuten nach der Landung waren auch wir draussen!

Folglich hängt dies extrem vom Flughafen ab. I. d. R. werden die Fahrräder an einem separaten "Übergewichts-Gepäckschalter" herausgegeben. Hier gilt das Motto "Fragen hilft". Und wenn man nicht Fragen kann - Augen offen halten, ruhig bleiben und lächeln. Mit Gelassenheit lösen sich viele Probleme.

 

Mitnahme des Fahrrades im Zug

Bis jetzt durften wir Erfahrungen mit dem TGV, Talgo, Nachtzug nach Rijeka und der russischen Eisenbahn (Saratov - Almaty) machen. Die Fahrradmitnahme im sogenannten "Transbag" ist problemlos möglich. In den Nachtzügen musste das Fahrrad in die eigene Kabine genommen werden. Im Talgo hatten wir deshalb ein Deluxe-Abteil gemietet, so konnte ein Fahrrad in die Duschkabine :-) und eines im Gepäckfach über der Dusche/WC verstaut werden. Im Nachtzug nach Kroatien hatten wir ein "normales" Zwei-Bett-Abteil und einfach etwas "gmoschtat": Wir konnten uns so zwar im Abteil kaum bewegen, aber zum Schlafen ist das ja egal. Im Zug nach Almaty hatten wir vier Tickets gekauft und konnten somit das ganze Abteil alleine benutzen. Die Fahrräder stellten wir auf die oberen Betten. Theoretisch würden auch drei Tickets reichen, um durchzukommen. Wir genossen jedoch den Luxus, unser Abteil mit niemanden teilen zu müssen.

 

Mitnahme des Fahrrades im Bus

Auch dies war bis jetzt immer möglich (USA mit Greyhound, China mit diversen Busgesellschaften --> Abklärung beim Ticketkauf vornehmen, evtl. kleine Gebühr.) Je nach Grösse des Busses mussten wir mitunter das Vorderrad heraus- und das Schutzblech abnehmen. In den USA wurde darauf bestanden, dass wir die Fahrräder in Kartonboxen stellten, welche wir für USD 10 bei der Busstation kaufen konnten.