Do

31

Okt

2013

#11

Alles hat ein Ende ... leider auch unser "Radreisli". Hier der letzte Bericht "Grosses Finale ... pünktlich zur Rush Hour in Hong Kong".

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Di

08

Okt

2013

#10

Und endlich gibt's wieder was auf die Augen: "Goldener Herbst ... mit kleineren Turbulenzen" ist voraussichtlich unser zweitletzter Bericht. Ja, Hong Kong und damit das Ende unseres Radabenteuers rückt unaufhaltsam näher. Wir geben weiterhin Vollgas!

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Di

17

Sep

2013

#9

Für einmal lassen wir Dich nicht all zu lange zappeln! Hier bereits der nächste Reisebericht von den glücklichen China-Stramplern: "Buntes Osttibet ... wird umgekrempelt." 

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Russland: Nützliche Informationen

Viele Vorurteile die man über Russland hört, mussten wir während unseren drei Wochen in Südrussland revidieren oder sogar über Bord kippen. Wir waren sehr positiv überrascht. Wir würden Russland nicht als perfektes Radreiseland bezeichnen, da wir Berge dem eintönigen geradeaus durch steppenähnliche Landschaften radeln, bevorzugen. Dennoch haben wir viele schöne Erinnerungen und würden die Route definitiv wieder so wählen, wie wir's gemacht haben. Eines vorweg: Russland ist 'n verdammt teures Pflaster! ... soll heissen, dass das Preisniveau dort praktisch identisch mit jenem in Mitteleuropa ist, wobei die Hotels ähnlich hohe Preise für ein Zimmer verlangen, wie in der Schweiz.

 

 

Planung

Da wir zügig vorwärts kommen wollten, wagten wir keine grosse Experimente und radelten ausschliesslich auf Nebenstrassen, welche wir in Google Maps entdeckt haben. Nennenswerte Tipps haben wir daher nicht zu bieten. Wir haben ja auch nur einen sehr kleinen Teil bereist ...

 

Auf dieser Homepage findet man übrigens diverse detaillierte Karten von Russland (wobei hier Russischkenntnisse von Vorteil wären...).

 

 

Visum

Ein Visum ist etwas kostspielig ... aber problemlos zu bekommen. Dito dem Kasachstan Visum, handelt es sich um ein "taggenaues Visum", d. h. man definiert die Gültigkeit selber. Die Ein- und Ausreise muss (beliebig) innerhalb dieser Zeitspanne erfolgen.

 

Wir empfehlen den Service von Sibiriak in Anspruch zu nehmen. Wir erlebten diese Firma als sehr kompetent und speditiv. Alle notwendigen Infos sind auf ihrer Homepage zu finden: sibiriak.ch.

 

Achtung: Pseudo-Registrierungspflicht

In Russland existiert (noch) die Pflicht, sich zu registrieren. Die Registration muss innerhalb von sieben Werktagen nach Einreise erfolgen. Da wir keine Lust hatten, uns mit den Behörden rumzuschlagen, checkten wir nach Ankunft in Russland in einem sehr guten Hotel ein, welches uns den "Registrierungsquatsch" abnahm. Im Internet haben wir die Information gefunden, dass wenn man sich nie länger als 3 Tage in einer Stadt aufhält, keine erneute Registration notwendig sei. Also beliessen wir es bei einer Registration für die erste Nacht in Russland. In Saratov hat uns dann eine Hotelangestellte hysterisch informiert, dass dem nicht so sei und eine lückenlose Registration aller Tage notwendig sei, ansonsten bekämen wir grooosse Probleme. Da unsere Ausreise (per Zug von Saratov, Russland, nach Almaty, Kasachstan) absolut reibungslos funktionierte und niemand nach den Registrationsnachweisen fragte, sind wir der Meinung, wieder mal alles goldrichtig gemacht zu haben.

 

 

Sprache / Verständigung

Wir waren ziemlich überrascht, wie wenig Russen in Südrussland Englisch beherrschen! Wr waren deshalb sehr auf den Russisch Sprachführer von Lonely Planet (ISBN Nr. 978-3829716949) angewiesen und empfehlen diesen allen Russlandbesuchern, welche nicht unbedingt den Touristenpfaden folgen wollen. Mit diesem handlichen Büchlein kann man sich immerhin einweing verständigen.

 

 

Orientierung vor Ort

Kartenmaterial konnten wir an einer Tankstelle in Russland kurz nach der Grenze kaufen. Zusammen mit den GPS Tracks, welche wir via Google Maps erstellten, war die Orientierung ziemlich einfach. Klar: Alles ist ausschliesslich in kyrillisch beschriftet, doch dieses beherrscht man bald einmal. ... wer lieber "Entziffern für Fortgeschrittene" möchte, der sollte unbedingt nach China. ;-)

 

 

Strassenzustand

Wir waren auf Nebenstrassen unterwegs und die waren alle in gutem geteerten Zustand. Den Schlaglöchern kann man als Radler gut ausweichen. Der Verkehr war grösstenteils kein Problem. Einzig die Strasse zwischen Taganrog und Rostov-on-Don empfanden wir verkehrstechnisch als sehr mühsam. Wir fanden da keine sinnvolle Nebenstrasse und so radelten wir auf dem Pannenstreifen der Autobahn ...

 

 

Unterkunft

Die Städte (in Südrussland) weisen eine gute Distanz zueinander auf, so dass man grösstenteils von Stadt zu Stadt und somit von Hotel zu Hotel radeln kann. Die Qualität der Hotelbetriebe ist oft gut bis sehr gut ... aber leider etwas teuer! Eigentlich wollten wir viel mehr wild campieren, doch es herrschte gerade eine Stechfliegenplage, so dass das Campieren alles andere als gemütlich war. Gemütliche (sichtgeschützte) Plätzchen würden sich jedoch "en masse"  finden lassen.

 

 

Lebensmittel / Essensangebot

In Südrussland nie ein Problem: Alle 50 bis 100 km gab's ein Dorf oder eine Stadt; ansonsten helfen meist auch Tankstellen, an denen man sich futtertechnisch versorgen kann. In den Restaurants bestellten wir oft Belmeni (gefüllte Teigtaschen). Die waren immer verdammt lecker.

 

 

Unterhaltungsprogramm

Wir wurden oft gefragt, woher wir kommen und wohin wir wollen. Unsere in der Ukraine gekaufte russische Europakarte, auf der auch noch ein Teil Russlands zu sehen war, leistete diesbezüglich gute "entertainment-technische" Dienste und wurde von den Leuten stets akribisch studiert.