Do

31

Okt

2013

#11

Alles hat ein Ende ... leider auch unser "Radreisli". Hier der letzte Bericht "Grosses Finale ... pünktlich zur Rush Hour in Hong Kong".

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Di

08

Okt

2013

#10

Und endlich gibt's wieder was auf die Augen: "Goldener Herbst ... mit kleineren Turbulenzen" ist voraussichtlich unser zweitletzter Bericht. Ja, Hong Kong und damit das Ende unseres Radabenteuers rückt unaufhaltsam näher. Wir geben weiterhin Vollgas!

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Di

17

Sep

2013

#9

Für einmal lassen wir Dich nicht all zu lange zappeln! Hier bereits der nächste Reisebericht von den glücklichen China-Stramplern: "Buntes Osttibet ... wird umgekrempelt." 

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Kirgistan: Nützliche Informationen

Kirgistan zu bereisen ist ziemlich simpel und sehr empfehlenswert - egal ob mit dem Fahrrad oder als Backpacker. In jedem grösseren Dorf gibt es ein CBT-Büro (Community Based Tourism), wo alles wünschenswerte organisiert wird. Wir erlebten die Einheimischen als super (gast-) freundlich.

 

Planung

Gutes Kirgistan-Kartenmaterial haben wir in der Schweiz leider keines auftreiben können. "Reise Know-How Verlag" sowie "Nelles Map" vertreiben eine Karte von Zentralasien mit einem Massstab von 1:1'700'000 bzw. 1'750'000, was für das frustfreie Rumtingeln in Kirgistan definitiv einen zu grossen Massstab darstellt. So fehlen auf beiden Karten z. B. viele Nebenstrassen, die wir mit dem Rad befahren haben. Doch kein Problem: Kirgistan ist unter Radreisenden derart beliebt, dass man unter gpsies.com extrem viele Routenvorschläge zur Inspiration bzw. zum Runterladen auf's GPS-Gerät findet.

 

 

Visum

Schweizer Bürger benötigen für einen Besuch bis zu 60 Tagen kein Visum mehr! Kirgistan ist sehr tourismusfreundlich, da dieser Zweig eine wichtige Einnahmequelle für das eher landwirtschaftlich ausgerichtete Kirgistan darstellt.
Der Grenzübergang am kleinen Grenzposten im Karkara Valley (Wiedereröffnung im Juni 2013) war problemlos und sehr speditiv.

 

Siehe auch: kyrgyzmission.net

 

 

Sprache / Verständigung

Viele Kirgisen beherrschen Russisch als Zweitsprache. Abseits der Touristenregionen sind Englischkenntnisse praktisch inexistent. Doch kein Problem, das "Langenscheidt Ohne-Wörter-Buch: 550 Zeigebilder für Weltenbummler" (ISBN Nr. 978-3-468-29841-7) und der handliche Russisch Sprachführer von Lonely Planet (ISBN Nr. 978-3829716949) leisten verständigungstechnisch hervorragende Dienste.

 

 

Orientierung vor Ort

Wie gesagt ist das Kirgistan-Kartenmaterial, welches wir in der Schweiz fanden, nur bedingt brauchbar. Viele Nebenstrassen sucht man darauf vergeben. In Bishkek und Osh soll es gemäss anderen Radreisenden, die wir unterwegs getroffen haben, sehr gute (russische) Kirgistankarten im Massstab von 1:100'000 geben ... In Karakol, unserer ersten Stadt in Kirgistan, fanden wir lediglich eine "Touristenkarte" in einem Buchladen nahe dem kleinen Basar. Die war alles andere als perfekt, aber sie tat ihre Dienste. Das Gute war, dass die Ortschaften auf russisch beschriftet waren, so konnten die Einheimischen die Karte entziffern, falls wir mal nach dem Weg fragen mussten. Wir haben in Kirgistan hauptsächlich mit dem GPS navigiert (Kartenmaterial von openstreetmap.org; Tracks von gpsies.com). Hat immer wunderbar funktioniert.

 

 

Strassenzustand

Es gibt nur wenige geteerte Strassen in Kirgistan und da ist dann (vermutlich) auch ordentlich Verkehr. Wir empfanden die Kirgisen als die gefährlichsten Autofahrer, die man sich vorstellen kann. Meist heizten sie "wie von der Trantel gestochen", immer voll am Limit und ohne Angst vor Kollateralschäden. Daher wählten wir ausschliesslich Nebenstrassen. Da war der Verkehr kein Problem. Doch leider war auch der Strassenzustand oft misserabel, bspw. Wellblech mit tiefem Schotter ... 'n bisschen Horror zum Radeln. Daher unbedingt nicht zu lange Etappen einplanen. Wir schafften oft nicht mehr als 60 km täglich. Die Strasse von Osh nach Sary Tash und weiter zum Irkeshtam Pass wurde neu geteert und ist in einem hervorragendem Zustand.

 

 

Unterkunft

Kirgistan ist ein ideales Land zum wild Campieren. Wunderschöne Plätzchen lassen sich praktisch immer und problemlos finden. Das EDA warnt zwar vor "gelegentlichen Übergriffen auf frei campierende Touristen", doch das können wir uns kaum vorstellen. Wir haben an 25 verschiedenen Orten gezeltet und hatten nie Probleme. Im Gegenteil: Wurden wir "entdeckt", wurden wir oft eingeladen und erfuhren, was kirgisische Gastfreundschaft bedeutet. Gesunden Menschenverstand bei der Wahl des Campingplatzes muss man natürlich schon an den Tag legen: Wir haben z. B. nie in der Nähe von Städten oder Dörfern campiert, bevorzugten einen von der Strasse sichtgeschützten Platz bzw. stellten uns der lokalen Bevölkerung vor, wenn wir offensichtlich auf deren Land respektive in der Nähe einer Jurte campieren wollten.

 

In den grösseren Städten gibt's Hotels mit ordentlichem Komfort. Tripadvisor.com weiss da Rat. Ansonsten gäbe es auch noch CBT, welche Gastfamilien vermitteln. Wir haben davon in Narin Gebrauch gemacht und waren sehr zufrieden (fanden bei der CBT-Koordinatorin Gulira Unterschlupf).

 

 

Lebensmittel / Essensangebot

Wer in Kirgistan kulinarische Höhenflüge erwartet wird herb enttäuscht: Wegen dem Essen muss man nicht unbedingt nach Kirgistan reisen. Wir waren da nicht so begeistert und hatten nach Restaurantbesuchen oft Magenbeschwerden ... Daher bevorzugten wir es, jeweils unser eigenes Süppchen zu kochen. In den Städten gibt's gute Einkaufsmöglichkeiten auf den Basaren. Sobald man jedoch der "Zivilisation" den Rücken kehrt, verschwinden auch die Lebensmittelnachschubmöglichkeiten. Daher vorausschauend immer schön den mitgeführten Vorrat aufstocken. Da die kirgisischen Hirtenleute unglaublich gastfreundlich sind, wurden wir sehr oft eingeladen. Wir deckten uns bei ihnen oftmals gleich mit Joghurt und Butter "direkt ab Jurte" ein. Wir hatten dafür immer eine kleine PET-Flasche auf Lager, die sie uns füllen konnten.

 

 

Unterhaltungsprogramm

Wie oben erwähnt wurden wir oft eingeladen. Da unsere Russischkenntnisse jedoch sehr bescheiden sind, waren wir immer ausserordentlich froh um unsere Fotos aus der Schweiz sowie die russische Weltkarte. Damit konnten wir unsere Gastgeber ziemlich ordentlich unterhalten und so der doofen Situation aus dem Weg gehen, dass man sich gegenseitig lächelnd anschweigt. Das Interesse an unserem Unterhaltungsprogramm war auf alle Fälle riesig.