Do

31

Okt

2013

#11

Alles hat ein Ende ... leider auch unser "Radreisli". Hier der letzte Bericht "Grosses Finale ... pünktlich zur Rush Hour in Hong Kong".

mehr lesen

Di

08

Okt

2013

#10

Und endlich gibt's wieder was auf die Augen: "Goldener Herbst ... mit kleineren Turbulenzen" ist voraussichtlich unser zweitletzter Bericht. Ja, Hong Kong und damit das Ende unseres Radabenteuers rückt unaufhaltsam näher. Wir geben weiterhin Vollgas!

mehr lesen

Di

17

Sep

2013

#9

Für einmal lassen wir Dich nicht all zu lange zappeln! Hier bereits der nächste Reisebericht von den glücklichen China-Stramplern: "Buntes Osttibet ... wird umgekrempelt." 

mehr lesen

Traumhafte Nationalparks - Veloparadies auf Erden

Entspannter Flecken: Bass Lake im Sierra NF.
Entspannter Flecken: Bass Lake im Sierra NF.

Nach dem vom Tourismus total vereinnahmten Yosemite Valley kontrastiert der Sierra National Forest auf wunderschöne Art und Weise: Am menschenleeren Bass Lake geniessen wir eine längere Mittagsrast und lassen uns von der friedlichen Stimmung verzaubern. Bemerkenswert: Das ist absolute Premiere seit langem, dass Anita einfach mal ein paar Stunden ruhig in der Sonne sitzen kann - also durchaus ein ganz spezieller Ort! :) Die Nacht verbringen wir in Auberry, einem Kaff mit gerade mal einem Restaurant und einem Kaffee, das auch Gästezimmer vermietet (Yava Time; Papa Joe's Lodging). Hier lernen wir Joe und Betty kennen, deren Grosseltern anfangs 1900 aus der Schweiz nach Amerika auswanderten. Wir verstehen uns auf Anhieb. Bei Kaffee und Kuchen plaudern wir über "die guten alten Zeiten" und die schöne Schweiz. Einmal mehr müssen wir uns rechtfertigen, warum wir nach Amerika Radfahren kommen, wenn es doch in der Schweiz so wunderschön sei ...

Rind im goldenen (ausgedörrten) Feld.
Rind im goldenen (ausgedörrten) Feld.

Landschaftlich waren die vergangenen zwei Wochen wirklich genial. Doch die heutige Etappe setzt nochmals einen drauf: Früh starten wir in Springville und nehmen den über 2000 Höhenmeter langen non-stop-Anstieg in Angriff. Während sich die Landschaft um Springville auf 300 M. ü. M. eher karg und waldlos zeigt, ändert sich dies, je mehr Höhenmeter wir bewältigen.

Blick über schier endlose Wälder.
Blick über schier endlose Wälder.

Bald fahren wir durch eine dicht bewaldete Region. In diesen Wäldern sind u. a. Sandelholzsträucher anzutreffen, die nach einem Regentag ein wunderbares Potpourri an feinen Düften verströmen. Die Nebelschwaden, die frische Luft und die angenehme Radfahrtemperatur scheinen ungeahnte Energievorräte in uns zu mobilisieren: Wir bewältigen die über 2'000 Höhenmeter ohne grosse Anstreungung! Von der Passhöhe aus geniessen wir eine Blick in die unendlich scheinende Natur: Den ganzen Morgen hat uns kein Auto überholt, es herrscht absolute Ruhe, kein Haus, kein Strommasten, keine Menschenseele: Nur Natur. Kilometerweit. Wir nehmen uns gegenseitig in die Arme und beschliessen, nächstes Jahr unseren Traum einer siebenmonatigen Radreise nach Hong Kong zu verwirklichen. Wir sind zu (Glücks-) Tränen gerührt.

Wüstenähnlich etwas weiter südlich.
Wüstenähnlich etwas weiter südlich.

Extrabreit grinsend "heizen" wir die 40 km und 1600 Höhenmeter lange Abfahrt Richtung Kernville hinunter. :) Wow, was für ein Tag!? ... Geheimtipps sollte man bekanntlich für sich behalten, sonst sind es keine Geheimtipps mehr. Und doch ... falls Du dich mal in Amerikas Westen verirrst: Die Fahrt von Springville nach Lake Isabella sollte unbedingt auf Deiner To Do Liste stehen. Ein paar Nächte auf dem Campingplatz in Camp Nelson oder auf dem Redwood Meadow Campground und ein paar weitere Übernachtungen auf dem Gold Ledge Campground oder Camp #3 - dafür Yosemite Valley streichen und durch einen Besuch des Calfeisentals in der Schweiz ersetzen! :) Das wären unserer Meinung nach die Zutaten für einen gelungenen Kurzurlaub.